Aktuelle Silberlinge
Da ich derzeit nicht viel für die Öffentlichkeit zu erzählen habe, kann ich ja mal meine momentanen CD´s im Wechsler rezensieren.
Acheron – Rebirth: Metamorphosing into Godhood
http://www.acheron666.com

Eine “satanische” Band. Ohje. Im voraus muss ich sagen das ich es zum kotzen finde, welcher Klischees sich die Band ja ach so dankbar bedient. Aber nun zum Album:
Trotz Rückverdummung und doofem Artwork kommt gute Musik aus dem Lautsprechern. Das Into erinnert mich irgendwie an Slayer und den ersten Song “Church of One” bekomme ich seit Wochen nicht aus dem Kopf. Geboten wird auf der CD ein ansprechender Happen dunkler Musik der dazu auch noch mit einer guten Produktion zubereitet wurde. In überwiegend kraftvollem Mid-Tempo-Death geht es zu Werke, das alles ein wenig gemächlich. Die abwechslungsreichen Songs, durch die sich gelungene Breaks und tolle Gitarrenläufe wie ein roter Faden ziehen werden aufgemöbelt durch die Stimme von Vincent Crowley, die den Charme eines Panzers mit Motorproblemen besitzt. Die Scheibe geht rundum gut ins Gehör und hinterläßt einen bleibenden Eindruck. Daran ändert auch das vollkommen unnötige neunminütige Abschlusspfeifen in “The 9th Gate” und die bösen, bösen, bööööösen Lyrics nichts mehr.
Anspieltips: Church of One, Golgatha´s Truth
Agathodaimon – Serpent’s Embrace
http://www.agathodaimon.de

Die erste CD die ich von Agathodaimon besitze und gehört habe, demzufolge kann ich die Scheibe nicht mit älterem Material vergleichen. Ich interessierte mich für die Band weil Marcel von Nocte Obducta dort ausgeholfen hat. Grund genug für mich mir die CD zu besorgen. Und der Opener geht gleich Hammermäßig ab, “Cellos for the insatiable” ist gleich ein Stück zum verlieben. Der Song “Serpent´s Embrace” kommt sehr melodisch aber nicht weniger kraftvoll. Sowieso sind die Keybords einigermaßen gut eingesetzt und stören mich nur wenig. Früher mochte ich Keybords nie aber heute finde ich sie sinnvoll eingesetzt sehr gut. “Solitude” fällt ein wenig aus dem Rahmen, ein ruhiger Song mit Frauengesang. Ruhig, aber nicht minder interessant. Die anderen Songs sind abwechslungsreich und bestechen durch Facettenreichtum. “Serpent´s Embrace” ist eine gelungene Mischung aus Black, Death und Dark Metal der obersten Klasse und ein rundum starkes Album, welches Aggressivität, Melodie, Ruhe und Erhabenheit in sich birgt. Ich finde das Album zwar klasse, für mich ist das ganze aber eine Spur zu Melodiös. Dank des Einfallsreichtums der Songs steht Agathodaimon auf meinem Notizzettel trotzdem ganz oben mit dabei.
Anspieltipps: Cellos For The Insatiable, Faded Years
Apophis – I Am Your Blindness
http://www.apophis-music.de

Ein Zufall verhalf mir zu “I am your Blindness” von den Schwaben APOPHIS. Und ich hab es nicht bereuht, im Gegenteil. Ein wundervoll sphärisches Intro mit Hörnern und Streichern führt zu “Sick at Heart”, melodischem Death Metal dem Bernd Kombrinks mit seinem Gesang den Stempel aufdrückt. Alles in allem reißt einen die CD, deren Inhalt sich hauptsächlich im Midtempobereich tummelt, nicht vom Hocker. Aber die Songs ist intelligent und abwechslungsreich. Die reichhaltigen Gitarrensoli sind gekonnt und gehen ins Ohr. Gut gefällt mir “Extinct Life”, in dem lateinische Zweiteiler zwischen die gegen die Growls spielenden Gitarrenwand andächtig gesprochen werden. Mal im Auge behalten die Band ^^
Anspieltips: Sick At Heart, Extinct Life
Demonoid – Riders Of The Apocalypse
keine Bandhomepage

Ein Projekt von Christofer Johnsson, Kristian und Johan Niemann (alle THERION) und dem ehemaligen Soilwork- und jetzigen Chimaira-Drummer Rickard Evensand. Auch hier der Grund für den Kauf der Scheibe aus 2004. Wie der Titel schon klar macht, befasst sich das Konzept mit den biblischen vier Reitern der Apokalypse, was die vier Schweden mit ein paar eigenen Ideen noch weiter ausgebaut haben. Dabei kam eine kurzweilige und interessante Storyline heraus, die sich sehr gut ins musikalische Geschehen einbettet. Hier ist der erste Song “Wargods” noch kein Song der den Weg weist, denn dieser kommt sehr trashig und Schwedenlastig. Aber gleich danach kommt mit Firestorm, der für viele, beste Song des Silberlings daher der wie die anderen Titel in brutaler Old-School-Death mit immer wieder eingeschobenen Thrash-Elementen mischt. Mein Favorit ist allerdings die Düstere Death/Doomwalze “14th Century Plague”. Wer hier einen Therion-Abklatsch erwartet wird (je nach dem) entweder enttäuscht oder freudig überrascht. Demonoid hat seinen eigenen Sound, auch wenn sich Christofer in bester “Of Darkness”- oder “Symphony Masses”-Manier durch die Songs grunzt. Hervorragendes Album!
Anspieltips: Wargods, Witchburners
HATESPHERE – The Sickness Within
http://www.hatesphere.com

Und wieder was Skandinavisches. Hatesphere aus Dänemark, machen ordentlichen Trash-Metal mit einem gesunden Schuß Death. Gleich der Opener “White Fever” knallt einem dabei genauso vor den Latz wie das folgende “The Fallen shall rise in a River of Blood”. Es tauchen auch Keybords auf, aber nur in gemäßigten Passagen, also da, wo sie atmosphärisch Sinn machen. Auch in Sachen Tempo geht das Quintett sehr variabel zu Werke. Variiert die Geschwindigkeit innerhalb der einzelnen Songs schon gut, so drosseln sie das Tempo auch mal fast durchgehend. Beispiel dafür ist zunächst mal “Reaper Of Life”, das sich so richtig schon unbarmherzig aus den Boxen quält und den Tod für mehrere Nackenmuskel bedeutet. Im Anschluss walzt der Titeltrack durch die Gehörgänge und hält nur beim tonnenschweren Mittelteil kurz an. Der Agressive Gesang erinnert mich schwer an Rick Rodney von Strife und er passt herrlich zum Trash, wie er kaum besser sein könnte. Die Scheibe hat Dampf und hämmert in 11 gnadenlos brutalen Tracks das Hirn aus dem Schädel. Da null Langeweile aufkommt absolut Empfehlenswert.
Anspieltips: “The coming of chaos”, “Heaven is ready to fall”
Fehlt noch eine. Da lösen sich meist Abwärts´ “NuProp” und Therion´s “Symphony Masses: Ho Drakon Ho Megas” ab.