Vollidiot – Der Film
Besser spät als nie… gerade trotz zögerns und strampelns und windens gesehen: Oliver Pocher, die Milchbubi Bratwurst in Tommy Jaud´s Verfilmten Bestseller-Roman “Vollidiot”. Übrigens ist Tommy Jaud Kölner und hat schon in “Die Wochenshow” und “Ladykracher” als Chefautor versucht die Lachmuskeln zu reizen.
Nicht damit falsche Vermutungen aufkommen, ich mag den Olli. Ich finde es faszinierend wie so ein Milchgesicht es sich anmaßt die Leute hinters Licht zu führen ^^ Und der Film zeigt hemmungslos Eines: Oliver Pocher. Wer mit dem Humor von Pocher nicht zurechtkommt, wird an diesem Film keinen Gefallen finden. Aber auch für Freunde des Pocherschen Humors bietet der Film nicht unbedingt durchgängig die zu erwartende Unterhaltung. Zu extrem und zu überzeichnet sind einige Gags und Charaktere.
Auch die zwischendurch auftretenden Gäste (Anke Engelke oder Herbert Feuerstein) bieten nur kurzweiligen Spaß. Und da stellt sich die Frage: WAS für eine Erwartung habe ich an einen Verfilmten Bestseller mit Oliver Pocher? Ich hab mir ja die Media-Markt-Werbung in größerer Aufmachung vorgestellt. Und hin und wieder stößt man auch auf solche, was ich ziemlich Hirnrissig finde. Ist der Typ nun Simon Peters oder Oliver Pocher? Beides wohl.
Der Trailer:
Simon Peters (Oliver Pocher) (ähm, Kennzeichen: Arrogantes Großmaul… das passt wohl auf beide), leidenschaftsloser Telefon-Verkäufer, steht ebenso frauen- wie glücklos kurz vor seinem 30. Geburtstag. Seine Freundin hat ihn vor einem Jahr verlassen, eine Neue ist weit und breit nicht in Sicht. Die hässliche Chefin (Anke Engelke) nervt und sein Freund Flik (Oliver Fleischer) hat sogar noch weniger Ahnung von Frauen als er. Weder im Kölner Nachtleben noch in den gut gemeinten Verkupplungsversuchen seiner kroatischen Putzfrau Lala findet er sexuelle Erfüllung. Selbst von einem Single-Urlaub auf den Kanaren kehrt er als einziger “ungevögelt”er Heim. Doch eines Nachts scheint Simons Pechsträhne ein Ende zu haben. Hinter der Scheibe der “All American Coffee Company” erblickt er die Frau seiner Träume: Marcia P. Garcia, eine südamerikanische Milchschaumfachkraft mit dem sensationellsten Lächeln der Welt und einer ebensolchen Figur (naja “dürr” halt *g*).
Simon ist sich sicher – das ist sie. Die Frau für immer. Die Mutter seiner zweisprachigen Kinder. Nur eine winzige Kleinigkeit steht der romantischen Hochzeit noch im Weg: Simon muss seine Traumfrau vorher noch kurz ansprechen…
(HERRJE, das klingt jetzt aber wirklich nach mir)
Jedenfalls Fazit des Films: Ihr wißt ich bin eine völlig Anspruchslose verruchte Person, und ICH hab gelacht! Nee, der Film ist geil… allerdings gibt es einiges beim Genuß zu beachten: Zunächst einmal die Story, die keine ist: Ein Typ in der Midlife-Crisis. Das wars im Großen und ganzen. Die Komödie hätte durchaus etwas anspruchsvoller sein können, ist sie aber nicht. Sie verlangt keinen Tiefgang und kein Jacket zu Chips und Dosenbier. Gewisse Logiken sind bitte nicht zu beachten (warum hat der finanziell schwach betuchte Simon eigentlich eine “Raumpflegerin”?).
Die Gags sind “Typisch Pocher” möchte ich meinen und stammen manchmal aus den unteren Schubladen oder sind extrem überzogen. Der Film ist hohl aber lustig. Oliver Pocher kann zwar nicht brillieren, hält sich aber wacker.
Die einen finden das Buch besser, andere den Film, wieder andere das Hörbuch – gelesen übrigens von Christoph M. Herbst. Und der Rest bekommt eh schon bei dem Bübchen aus Hannover einen Würgereiz… ^^
Ich bin mal sehr mutig und empfehle den Film für einen unterhaltsamen Abend. Am besten ihr wartet bis es in Strömen regnet und die Biergärten zu haben *g*
Die Homepage zum Film
Wikipedia:Vollidiot
Vollidiot – Das Buch
Vollidiot – Das Hörbuch
Vollidiot – Der Soundtrack