Die Schnecke
Aus aktuellem Anlass:
Schnecken gehören zu den Weichtieren. Sie haben keine Knochen. Ihr weicher Körper ist durch eine ledrige Haut geschützt.
Die Schnecke bewegt sich durch das Zusammenziehen ihrer Muskeln wellenartig vorwärts.
Beim Kriechen hinterlassen die Schnecken eine Schleimspur. Diese schützt die Schneckenkörper vor dem rauen Untergrund. Auf nassem Boden kann sich die Schnecke am besten fortbewegen.
Die Schnecken versuchen die Sonne zu meiden. Sie würde ihren feuchten Körper austrocknen. Deshalb sind Schnecken auch in der Nacht unterwegs. Man nennt sie auch nachtaktiv. Bei Regenwetter begegnest du den Schnecken aber auch tagsüber.
Mit ihren empfindlichen Fühlern ertastet die Schnecke ihren Weg. Der Schneckenkopf hat zwei Paar Fühler. Auf den längeren Fühlern sitzen die Augen, die kürzeren Fühler dienen zum Riechen und Tasten.
Am liebsten fressen die Schnecken Gräser und Blätter. Ihre Lieblingsspeise ist grüner Salat.
Diese zerbeißt sie mit ihren winzig kleinen Hornzähnchen. Die Zungen mit den Zähnchen nennt man Radula.
Mit ungefähr drei Jahren sind die Schnecken geschlechtsreif. Schnecken sind Zwitter. Das heißt sie sind männlich und weiblich zugleich. Trotzdem müssen sich zwei Schnecken paaren um Nachwuchs zu bekommen. Bei der so genannten Schneckenhochzeit schmiegen sie ihren Körper aneinander.
Nach der Paarung legt die Schnecke zirka 30 – 60 winzige Eier in eine kleine Grube. Nach etwa drei bis vier Wochen schlüpfen die kleinen Schnecken und gehen sofort auf Nahrungssuche. Ihr Haus ist anfangs sehr dünn und zerbrechlich.
Im Winter sucht sich die Schnecke ein sicheres Plätzchen und verschließt ihr Häuschen mit porösem Kalk. In einer Winterstarre übersteht sie so den kalten Winter.
Die Schnecke hat viele Feinde. Elstern, Drosseln, Füchse, Maulwürfe, Frösche, Kröten, Mäuse und Igel bedrohen das Leben der Schnecke.
Aber auch der Mensch streut gerne Schneckengift im Garten um das Anknabbern seiner Gartenpflanzen zu verhindern.
Das Schneckenhaus
Das Schneckenhaus ist aus Kalk gebaut und recht hart. Die Schnecke braucht ihr Haus als Schutz vor dem Austrocknen. Die Schnecke baut ungefähr drei Jahre lang an ihrem Haus. Wenn du ein Schneckenhaus genau betrachtest, entdeckst du Rillen, die immer wieder neu dazugebaut worden sind. Sobald das Haus fertig ist, wird der letzte Streifen etwas nach außen gebogen. Ist das Schneckenhaus etwas beschädigt, kann es die Schnecke wieder selbst reparieren.
Auf der ganzen Welt gibt es über 100 000 Schneckenarten.
Man unterscheidet Gehäuseschnecken und Nacktschnecken.
Die größte heimische Schnecke ist die Weinbergschnecke. Sie gehört zur Familie der Schnirkelschnecken.
Söderle, Frau Jugendbildungsreferentin, das können´se dann mal den Kiddies erzählen… ![]()
T.![]()
am 20. August 2007 um 17:22 Uhr.
Na vielen Dank für die unerlässlichen Infos, der Herr Metzger(meischter)…
fühle mich nun endlich vollständig aufgeklärt… bleibt nur die Frage: Wie machen die ollen Zwitter untereinander aus, wer weiblich und wer männlich sein will!??
Mutmaßlich so wie Kinder: “So, wir spielen jetzt Familie. Ich bin der Papa und du die Mama.” – “Neeee, ich will aber Papa sein!”
Find ich guuuut…
einmal schnecke sein und sich aussuchen können, ob man gerade mehr lust auf Männlein oder Weiblein hat…
DANKE SCHNUPP!!!
am 20. August 2007 um 20:13 Uhr.
Wie die ollen Zwitter das machen wird wohl ein ewiges Geheimnis der Natur bleiben. Und es ist beruhigend das die Wissenschaft das nicht aufbröseln kann… oder kann sie?????