Nicht allein

Heute habe ich vernommen: “Die größten Dichter waren arm.” (und hatten dazu wahrscheinlich noch wenig Geld). Da fällt mir ein, dass mir eine Aufforderung der Nationalbibliothek des deutschsprachigen Gedichts  auf den Tisch geflattert ist, ein Spunk´sches Machwerk einzureichen. Anders als bei meinem Erstversuch 2004 kostet die Einsendung eines Gedichtes mittlerweile 10 Euro.

Was wird nun aus dem armen Dichtern? Mir beispielsweise! :-) Also: Unentdeckt bleiben. Zeit für Ruhm ist ja immer noch, wenn man tot ist. Also merkt euch meinen Namen, oder gebt ihn gleich an eure Kinder weiter. Vielleicht können die ja mal sagen: DER, ja DER war nicht ganz so doof. Jenerzeit, seinerzeit.

Heute isses aber noch so. Auf das sich das ändern möge… *g*

Die Einsendung 2004:

#443 Nicht Allein (04.02.2004)

Ich war nicht allein
in diesen Minuten
in denen Wärme mich umgab
Prophezeiungen sich erfüllten
Leben gerettet wurden
der Sehnsucht
die Freiheit geschenkt wurde
Melodien den Sound
der Ewigkeiten spielten
Seelen in der Stille
strampelnd ihre Füsse
nie ruhighalten konnten
Herzen im Sturm
die Hektik der Zeit
einfach anhielten

Nein,
ich war nicht allein
während unserer Umarmung

Die Experten meinten dazu, das ich alle sprachlichen Anforderungen an einen Dichter merklich erfüllt hätte. Ich hätte mich mit Erfolg um Klarheit meines Anliegens bemüht. Was die Bildhaftigkeit anginge, sei Willen zum Ausdruck bei mir spürbar. Allerdings beeinträchtige “Seelen in der Stille strampelnd” meine Bemühungen. Also an meinem bildhaften Ausdruck sollte ich unbedingt arbeiten. Das Gedicht würde so also nicht zur Anthologie-Auswahl weiter empfohlen… ;o)

T.NARR!

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Ein Kommentar zu “Nicht allein”

  1. Y.

    *grins*
    Haben die keine Seele?

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