Interview mit Angelika Röhrig
Interview #008 vom 18.August.2004
24 Fragen an
Angelika Röhrig

Köln
geboren am 26.September 1954
seit 25 Jahren verheiratet,
Zwei Mädchen (21+ fast 11), zwei Jungen (18+ 9)
Hinter den Rosenhecken:
http://www.dornrosis.de
1. Für welche Dinge hast Du eine Schwäche?
Natur, besonders Wasserlandschaften Gedichte, gute Romane, Gemälde, laue Sommerabende, Rotwein, bittere Schokolade
2. Welche ist Deine Lieblingsfarbe und warum?
Blau- violett, Blau hat etwas Beruhigendes und Violett etwas Magisches
3. Nenne uns einige Deiner Eigenschaften.
Zuverlässigkeit, Organisationstalent, Verantwortungsbewusstsein, eine Neigung zum Träumen und zum zuviel Nachdenken
4. Wo würdest Du gerne Leben?
In Südfrankreich oder der Bretagne
5. Hast Du ein Motto?
“Jeder Mensch ist ein Engel mit nur einem Flügel,
und wir können nur fliegen, wenn wir uns umarmen.”
(Luciano de Creszenzo)
6. Wofür interessierst Du Dich sonst so, was ist Dir wichtig?
Stoffe und Strukturen, Tanz, intensive Begegnungen mit Menschen, Fahrradfahren. Wichtig sind mir mehr soziale Gerechtigkeit und eine bessere Bildungspolitik
7. Welche Musik hörst Du?
Das ist sehr unterschiedlich. Mein Musikgeschmack ist differenziert und in meiner Musiksammlung finden sich daher vom deutschen Liedermacher über Rock und Pop, One-World-Musik bis hin zum Jazz, zur Klassik und zur mittelalterlichen Musik fast alles. Ich höre nach Stimmung und Verfassung. Wen ich immer gerne höre, das ist der bretonische Pianist „Didier Squibon“ , besonders seine „Molene“ und die Sängerin „Loreena McKennit. Schlager findet man bei mir nicht.
8. Welches Musikstück erinnert Dich an das erste Rendezvous oder den ersten Kuss?
Das weiß ich schon gar nicht mehr, aber „Angie“ von den Rolling Stones, war mal so ein Stück. Es war aber nicht die erste Liebe oder der erste Kuss
9. Ein Konzert, an das Du Dich gerne erinnerst ?
Konstantin Wecker
10. Deine Lieblingsfilme?
„Grüne Tomaten“ , „Antonias Welt“ „Der Pferdeflüsterer“, „Der Husar auf dem Dach“
11. Deine Lieblingsbücher?
„Der Namen der Rose“ von Umberto Eco , „Tausend Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Marquez, „Die Räuberbraut“ von Margaret Atwood, „Veronika beschließt zu sterben“ von Paulo Coelho, „Die Aprilhexe“ von Majgull Axelsson und ganz neu, lesenswert und sehr poetisch: „Das Schwesternuniversum“ von Jeanette Winterson
12. Welches wäre das Ziel Deiner Traumreise?
Eine 14-tägige Wanderung entlang der bretonischen Küste über die alten Zöllnerwege
13. Welchen Traum willst Du Dir unbedingt noch erfüllen?
Ich möchte meine pädagogischen mit den küstlerischen Interessen verbinden
14. Wie hälst Du es mit der Computerei, was machst Du damit?
Den Computer benötige ich für meine Arbeit. Ansonsten halte ich mich überwiegend auf Lyrik- und Literaturseiten auf, bestelle bei Amazon und pflege rege Emailkontakte. Manchmal schlage ich auch etwas nach.
15. Wieviel Zeit verbringst Du am Computer?
Mit vielen Pausen etwa vier Stunden am Tag.
16. Seit wann nutzt Du dieses Medium?
Etwa seit 21 Monaten
17. Beteiligst Du Dich an anderen Projekten im Internet?
Bisher noch nicht.
18. Was sind Deine Lieblingsseiten im Internet?
Haikulinde, Ottos Forum, Leseeckchen, Lyrikecke, onlinekunst.de, empfindsam.de
19. Gibt es Autoren, die Dich beeinflusst haben oder Dich beeindrucken?
Oh, da gibt es einige Hobbylyriker, da möchte ich gar nicht erst anfangen, Namen zu nennen. Ich mag Else Lasker-Schüler und Rose Ausländer.
20. Wann hast Du angefangen Deine Gedanken in Lyrik aufzuschreiben? Und wieviele Werke hast Du seitdem ungefähr verfasst?
Gedichte schreibe ich seit 16 Monaten. Inzwischen werde ich grob geschätzt etwas 200 Gedichte verfasst haben.
21. Wie würdest Du Deine Lyrik bezeichnen?
Meine Lyrik knüpft an den Wundern, Träumen und an dem Staunen über die kleinen magischen Augenblicke des Lebens an. Überwiegend möchte ich positive Gedanken mit meinen Gedichten zum Ausdruck bringen.
22. Wo veröffentlichst Du im Internet?
Auf den unter Punkt 18. genannten Seiten.
23. Gibt es Buchveröffentlichungen von Dir und/oder sind welche geplant?
Nein soweit bin ich noch nicht. Eins meiner Gedichte wird in der Anthologie 2004 der Lyrikecke erscheinen.
24. Und zum Abschluß bitte noch eines Deiner Lieblingsgedichte eines anderen Autors:
Kann es Sehnsucht sein
Wilhelm Finke
Kann es Sehnsucht sein nach dem nahen Land, das uns gehört?
Der Freund hebt die Hand: und in der Berührung
wandelt sich die Welt in den Blättern und Bäumen.
Liebesäpfel rollen uns zu und bilden einen Aphrodite-Bogen.
Zart es zu sagen, ist schön: und es trinken mit Lippen,
die sich wölben in Berührung und Kuß.
Wie sehr ich Bote bin und Hermes,
der Schatten verscheucht und Licht trinkt,
bis die Umrisse flattern und weichen lassen,
was verbarg und verhüllte.
Ziehen wir also das große Tuch frei in die Höhe!
Licht schießt uns zu und Freude macht uns das Auge hell.
Was Mauern halten, woran Finger sich klammern: versinkt.
Wir stehen im Licht zu zweit im bezauberten Tag.
