Goethes Liste

verbotener Redewendungen in literarischen Manuskripten

Bei Johann Wolfgang von Goethe scheiden sich ja die Geister. Dennoch hat er selbst den Respekt seiner Kritiker. Er war ein großer Freund von Listen. Diese Liste hier ist eine von ihm verfaßte Liste von “Redensarten, welche der Schriftsteller vermeidet, sie jedoch dem Leser beliebig einzuschalten überläßt”. Goethe hatte so ein Unglaubliches Sprachpotenzial das es ihm nichts ausmachte, auf die Dinge auf dieser Liste nicht zurückgreifen zu müssen.

Johann Wolfgang von Goethe 

Aber
Gewissermaßen
Einigermaßen
Beinahe
Ungefähr
Kaum
Groß
Fast
Unmaßgeblich
Wenigstens
Ich glaube
Mich deucht
Ich leugne nicht
Wahrscheinlich
Vielleicht
Nach meiner Einsicht
Wenn man will
Soviel mir bewußt
Wie ich mich erinnere
Wenn mich recht berichtet
Mit Einschränkung besprochen
Ich werde nicht irren
Es schwebt mir so vor
Eine Art von
Mit Ausnahme
Ohne Zweifel
Ich möchte sagen
Man könnte sagen
Wie man zu sagen pflegt
Warum soll ich nicht gestehen
Wie ich es nennen will
Nach jetziger Weise zu reden
Wenn ich die Zeiten nicht verwechsle
Irgend
Irgendwo
Damals
Sonst
Ich sage nicht viel
Wie man mir sagt
Man denke nicht
Wie natürlich ist
Wie man sich leicht vorstellen kann
Man gebe mir zu
Zugegeben
Mit Erlaubnis zu sagen
Erlauben Sie
Man verzeihe mir
Aufrichtig gesprochen
Ohne Umschweife gesagt
Geradezu
Das Kinde bei seinem Nahmen genannt
Verzeit den derben Ausdruck

Quelle: Das Buch der Listen/Karl Richter (Hrsg.): Johann Wolfgang von Goethe – Sämtliche Werke nach Epochen seines Schaffens, Band 11.2, München
 


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